Die Reise auf diese vom Massentourismus verschonte Insel in der Nordägäis begeistert nicht nur diejenigen, die Ruhe und Erholung suchen. Auch die Hobbyhistoriker, die Reisenden mit ausgeprägtem Forscherdrang und sogar Abenteurer kommen auf ihre Kosten. Wegen der hervorragenden Windverhältnisse hat sich auch eine Surfgemeinde gebildet. Doch dazu später. Wie kommst du hin? Wie kannst du die Insel erkunden? Was sind die Highlights und Tipps für deinen Aufenthalt auf Limnos?
Bei Ferryscanner kannst du die nötigen Informationen zu den Häfen, Inselzielen in der Nähe, Fährgesellschaften mit den dazugehörigen Schiffen auf der Route bekommen. Es werden auf der Seite die Preise, Fahrzeiten und auch die Stornierungsmöglichkeiten aufgezeigt. Alles so einfach wie möglich, ohne viel Kleingedrucktes. Die Fähre der Reederei Sea Jets bewältigt die Strecke Lavrio bei Athen bis Limnos mit einem Zwischenstopp auf der Insel Agios Efstratios in weniger als 10 Stunden. Ein Schiff von Blue Star Ferries ist auch unterwegs, hat aber mehrere Haltepunkte und dementsprechend dauert die Überfahrt länger. Die Fahrt findet über Nacht statt und wenn du dich für eine Kabine entscheidest, kommst du ausgeruht an. Auf den Schiffen kann das eigene Fahrzeug mitgenommen werden. Das empfiehlt sich auch, da die öffentlichen Verkehrsmittel und Taxen manchmal etwas unzuverlässig sind bzw. nicht alle Orte damit erreichbar sind. Es gibt auch einen lokalen Flughafen auf der Insel.
Die Wasserratten und Sonnenanbeter sollten sich die Sommermonate für den Aufenthalt auf Limnos auswählen. Wer lieber etwas über die Kultur und die Natur sehen oder wandern möchte, wäre im Frühjahr und Spätherbst besser bedient. Die Insel blüht herrlich ab April und du siehst die grünen weiten Flächen mit Getreide. Im Herbst kannst du auch die dortigen Weingüter besuchen und dich durchprobieren. Durch die Vulkanböden und reichlich Sonnenstunden ergeben sich unter anderem starke, süßliche Dessertweine (Muscat). Wer die Vogelwelt beobachten möchte, kommt bestimmt bei den Salzseen zum Fotografieren. Vielleicht stelzt dir ein Flamingo vor der Linse herum.
Nach der griechischen Mythologie soll hier Hephaistos, der Gott des Feuers und der gleichzeitig ein hervorragender Schmied war, auf der Insel Limnos mit Hilfe der Zyklopen gewirkt haben. Da die Vulkane und die sichtbaren Reste davon das Landschaftsbild prägen, kann man diese Geschichten nachvollziehen. Ja, diese Tatsache sieht man auch an den Stränden, die verschiedene Farben aufweisen, was von den Materialien und Mineralien kommt, die die Vulkane ausgespuckt haben.
Dann wären da noch die beeindruckenden Dünenlandschaften zu erwähnen. Obwohl sich das Leben in den beiden Orten Moudros und Myrina abspielt, lohnt sich die Fahrt in den Norden, um dieses Naturschauspiel mitzuerleben. Du solltest morgens rechtzeitig losfahren, da es sonst zu heiß wird. Die Formen und Farben variieren ständig, die Beleuchtung verändert sich und nächstes Jahr sieht es bestimmt anders aus. Danach kannst du es gleich ausnutzen und an den Gomati Strand gehen. Wo wir beim Surfspot wären. Wenn es hier keine geeigneten Bedingungen gibt, kannst du auch an die Ostküste gehen und bei Keros das Brett besteigen oder die Versuche mit dem Lenkdrachen starten. Also, viel Spass bei der Planung und deinem Aufenthalt auf Limnos!