Die antike Küstenstadt Lavrio oder Lavrion liegt an der südöstlichen Spitze der Attika-Halbinsel an einer kleinen Bucht. Der Hafen ist der wichtigste Ausgangspunkt für die Fähren zu den Inseln Kea, Syros und Limnos. Es ist einfach eine Fähre nach Lavrio zu nehmen. Gehe zu Ferryscanner, vergleiche Fährgesellschaften und buche deine Fährtickets. In der Antike war der Ort für seine reichen Silberminen bekannt und im 20. Jahrhundert erlebte die Stadt wieder einen Aufschwung bis ins Jahr 1982, als die Minen endgültig geschlossen wurden. Lavrio hat sich aber davon gut erholt und ist heutzutage wieder ein reges Handelszentrum mit einer speziellen Ausstrahlung. Nimm dir die Zeit, die Schätze aus der einflussreichen Vergangenheit zu erforschen und vergiss dabei nicht den Poseidon-Tempel bei Sounion mit den herrlichen Ausblicken über die Ägäis.
Da Lavrio nur 60 km vom Zentrum Athens und 25 km vom Internationalen Flughafen Athens entfernt liegt, ist die Stadt gut erreichbar und der perfekte Abfahrtsort für deine Inselabenteuer.
Wenn du am Athener Flughafen ankommst, fahren Busse im Stundentakt nach Lavrio, mit einem Halt in Markopoulo oder du nimmst dir ein Taxi, das nur 30 Minuten für die direkte Fahrt zum Hafen benötigt.
Vom Zentrum Athens dauert die Taxifahrt nach Lavrio eineinviertel Stunden. Du kannst allerdings auch in eine Straßenbahn, vom Syntigma Platz aus, einsteigen, die dich bis nach Voula bringt. Dann kannst du ein Taxi für den Rest der Reise nehmen. Es gibt auch Busse, die von der Station Pedion Areos, im Zentrum Athens, abfahren und dann zwei Stunden unterwegs sind. Wenn du genug Zeit hast, kann das eine günstige und komfortable Option sein
Nachdem du deine Tickets für die Fähre nach Lavrio bei Ferryscanner gebucht hast und bevor es zum nächsten Ziel geht, solltest du dir ein bisschen Zeit zum Kennenlernen der Stadt, des Handelshafen mit den Docks und dem modernen Jachthafen, nehmen. Die Umgebung gleicht der Form eines natürlichen Amphitheaters und dann kannst du einen Einblick in die Tätigkeit als Fischereihafen und in die Vergangenheit als Handelspunkt erlangen. Im Hintergrund stehen immer noch die Reste der verlassenen Silberbergwerke in Erinnerung an die ruhmreiche Vergangenheit. Du kannst sogar einen Tag auf der Insel Kea einplanen, die nur eine Stunde Fahrt mit einem Schiff der Reederei Hellenic Seaways entfernt ist, oder du hüpfst kurz hinüber nach Kythnos mit Zante Ferries, in 3 Stunden. Bei Ferryscanner kannst du ganz einfach Preise oder Fährgesellschaften vergleichen und deine Fähre nach Lavrio buchen.
Ein Spaziergang zum Zentralmarkt (Agora), der genau hinter dem Hafenviertel liegt, ist eine bereichernde Erfahrung. Dabei triffst du auf viele Restaurants, die frisch gefangenen Fisch und den dazugehörigen griechischen Ouzo servieren. Er wurde 1885 erbaut und diente in erster Linie der Versorgung der Schiffe, die auf den langen Reisen Mineralien nach Europa und in die Türkei transportierten. Die heutigen Händler und die ortsansässigen Besucher des Marktes steigern noch das einzigartige Gefühl in dieser fesselnden Stadt.
An dem Hauptplatz, bekannt als Plateia Iroon, entdeckst du nette Gebäude mit neoklassizistischer Architektur, wie zum Beispiel die erste Grundschule von Lavrio, die im frühen 20. Jahrhundert erbaut wurde. Das alte Rathaus ist eines der ältesten Gebäude und wurde vorher als „Hotel England“ genutzt, bevor es dann von 1894-1987 das Verwaltungsgebäude wurde. Im Kulturzentrum der Stadtverwaltung war früher das Philharmonie Orchester untergebracht und danach eine Schule.
Bei deinem Spaziergang entlang des Hafens wirst du die beeindruckenden Gebäude, die der französischen Bergbau-Gesellschaft gehörten, bestaunen. Im 19. Jahrhundert entdeckte der Italiener J.B. Serpieri die Mineralienvorkommen in Lavreotiki und er wohnte eine Zeitlang in einem dieser Gebäude und auf dem Hauptplatz steht eine Statue von ihm. Sie wurden liebevoll restauriert und erscheinen wieder in ihrer ehemaligen Pracht. Die ziegelgedeckten Gebäude im neoklassizistischen Baustil sind heute Cafés und Büros mit herrlichem Blick auf die Küste.
In Griechenland sind die fantastischen Strände nie weit weg, und das trifft auch auf Lavrio zu, wo du einige der Besten finden kannst. Einer, der auf deiner Liste stehen sollte, ist der Strand von Sounion. Da kannst du beim Baden an der sandigen Bucht auf den Poseidon Tempel blicken. Andere Strände sind auch perfekt für einen Tag am Wasser, darunter sind Pounta Zeza, wo auch ein Sommercamp für Kinder liegt, der Hafen von Posidonia, der Sandstrand von Asimaki, der Kieselstrand Vamvakousis und der lange Streifen des beliebten Legrena Strandes.
Da es so viel Geschichte in Lavrio gibt, lohnt es sich, einen Tag zum Lernen zu reservieren. Von Museen, die die industrielle Vergangenheit beschreiben bis zu den Verbindungen der reichen Athener des antiken Griechenlands, wirst du sichtlich jeden Moment genießen!
In der Nähe der Highschool liegt das Mineralien-Museum und es ist in dem einzigen erhaltenen Gebäude (des Hausmeisters) der Metallgewinnungsanlage, die der Greek Mining Company gehörte, untergebracht. Betrachte die 600, zum Teil seltenen Mineralienfundstücke der Ausstellung, wie z. B. Hämatit und Nealit. Es sind auch Silbermünzen aus dem 4. Jahrhundert vor Christus, Werkzeuge und Gussformen ausgestellt. Dann wird noch gezeigt, wie die Stadt zum wirtschaftlichen Wachstum Athens in der Antike beigetragen hat.
Das kleine archäologische Museum wurde in den späten 1990er Jahren eingerichtet und es beherbergt wertvolle Funde aus dem 5. Jahrtausend vor Christus und jünger. Damit erlangst du einen Einblick in die Welt der Mineralien und den Bergbau in der Gegend von Lavreotiki, wie sie früher genannt wurde. Du kannst auch Reliefplatten eines Frieses vom Poseidon-Tempel bestaunen, die aus dem 5. Jahrhundert vor Christus stammen. Es sind darauf dramatische Kampfszenen der Zentauren und der Schlacht der Riesen dargestellt, in Anspielung auf den Sieg der Athener über die Perser.
Wenn du im Hafen Richtung Osten läufst, kommst du an die Verladestelle des Eisenerzes, die auch als Franzosen-Kai oder Galiki Scala bekannt ist. Seit 1888 steht es an dieser Stelle und diente der Beladung der Schiffe, die danach nach Europa fuhren. Andere Gebäude, die mit der Bergbauvergangenheit Lavrios zu tun haben, sind der Glockenturm an dem früher der Arbeitsanfang und -ende der Mitarbeiter der Griechischen Minengesellschaft kontrolliert wurde. Die Werkstätten für die Lokomotiven-Reparatur liegen auch in der Nähe des Hafens. Hier in diesen Industriedenkmälern sind Ausstellungen untergebracht.
Die renovierten Gebäude (früher French Company), gehören heute zur Nationalen Technischen Universität Athens. Bei einem Rundgang über das Gelände bekommst du einen kompletten Überblick über die Bergbauindustrie des 19. Jahrhunderts. Der Name Lavreotiki kommt von dem Wort “lavra“, was soviel wie enge Stelle oder Tunnel bedeutet und ist somit sehr passend für die Gegend, da alles voll von tiefen, engen Stollen aus alter oder jüngerer Zeit ist. Heutzutage werden die alten Räumlichkeiten für kulturelle Events und Schulungen genutzt und um die Technologie und Innovation voranzubringen.
Der beeindruckende Tempel des Poseidon, bei Sounion, ist nur 15 Minuten außerhalb von Lavrio. Hier soll sich der König Aigeus ins Meer gestürzt haben als er die schwarzen Segel der Schiffe seines Sohnes Theseus sah. Daher auch der Name Ägäis, das Meer, das sich vor dir entfaltet, während du an diesem von Perikles erbauten berühmten Marmortempel stehst. Mit dieser imposanten Lage in einer schroffen Berggegend bietet der mystische Tempel fantastische Aussichtspunkte und unglaubliche Sonnenuntergänge.
Wenn du von der Stadt in nordöstlicher Richtung fährst, kommst du zum Berg Velatouri. In der archäologischen Stätte von Thorikos finden sich die Reste eines antiken Theaters. Es ist eine der frühesten Siedlungen auf der Halbinsel Attika und oben sind noch die Ruinen einer Akropolis erhalten sowie Grabkammern aus dem Neolithikum. Auf dem Ausflug kannst du auch noch die restaurierten Erzverarbeitungsstätten und die Eingänge zu den Minen besuchen. Ein weiterer Punkt, der die Reise wert ist, ist das zweiflügelige dorische Marmortor, das auch als Tempel von Demeter und deren Tochter bekannt ist.
Die Gegend um Anavysos ist bekannt für die Produktion von guten Weinen und ein Besuch der lokalen Weingüter wird dich davon überzeugen. Probiere den Weißwein aus der Savatiano-Traube, die sich genauso wie die Malagousia- und Asyrtiko-Reben, perfekt an das trockene und warme Klima auf der Attika-Halbinsel angepasst haben. Weinkenner können bei der Firma Strofilia sehen wie die Flaschen abgefüllt und gelagert werden. Auch ist es möglich, eine Besichtigung und eine Weinprobe auf dem großen Grundstück zu machen.
Einmal in Lavrio angekommen, ist es recht einfach, die Stadt zu Fuß zu erkunden, da sich die meisten Sehenswürdigkeiten in Gehweite befinden. Ein Taxi ist relativ billig, wenn du zum Poseidontempel fahren möchtest oder wenn du den Tag an einem etwas weiter entfernten Strand verbringen solltest. Du kannst auch ein Auto mieten oder die lokalen Busse benutzen, die Lavrio mit Athen und anderen umliegenden Städten verbinden.